Trading & Strategien Strategie & Ziele Strategien finden & Ziele setzen

Schritt für Schritt zur eigenen Anlagestrategie

Wer mit der privaten Geldanlage starten möchte, steht oft vor denselben Fragen wie z.B.:

  • Wie viel Geld soll ich investieren?
  • Welche Anlageformen passen für mich?
  • Für welchen Zeitraum macht eine Anlage Sinn?

Damit aus Fragen Antworten werden, braucht es einen Plan. In 4 Schritten lernst Du, wie Du deine persönliche Anlagestrategie entwickeln kannst.

Schritt 1: Ziele und Anlagehorizont definieren

Bevor Du dein Geld anlegst, solltest Du klären: Was ist mein Ziel?

  • Eine Reise in 2 Jahren?
  • Ein Eigenheim in 10 Jahren?
  • Oder meine Altersvorsorge über mehrere Jahrzehnte?

Tipp: Formuliere dein Ziel SMART (Spezifisch, Messbar, Erreichbar, Relevant, Terminiert). Je konkreter Dein Ziel, desto passender wird Deine Anlagestrategie. Aus dem Anlageziel heraus lässt sich dann meistens der Anlagehorizont gut ableiten.

Schritt 2: Risikobereitschaft und Anlagebetrag bestimmen

Wie bei fast allem im Leben gilt: Eine Gewinnmöglichkeit geht stets mit einem möglichen Risiko einher. Risiken bestehen auch bei der Geldanlage.

Beispielsweise gibt es folgende typische Risiken:

  • Marktliquiditätsrisiko (schwer verkäuflich)
  • Marktpreisrisiko (Kurse schwanken)
  • Ausfallrisiko (Emittent kann nicht zahlen)

Für das aufgenommene Risiko wirst Du mit einer entsprechenden Rendite entschädigt. Grundsätzlich ist die Rendite umso höher, je höher das Risiko ist. Wichtig ist jedoch, dass Du nur so viel Risiko auf Dich nimmst, damit Du nachts gut schlafen kannst, ohne Dir Sorgen machen zu müssen.

Stelle Dir daher ehrlich folgende Fragen:

  • Wie viel Risiko kann und will ich tragen?
  • Bleibe ich ruhig, auch wenn mein Depot kurzfristig im Minus ist?
  • Wie viel Kapital ist für die Geldanlage wirklich verfügbar (nach Abzug aller Alltagskosten & Rücklagen)?

Schritt 3: Die richtige Anlageklasse

Der Satz „Setze nicht alles auf eine Karte“ ist an der Börse besonders wichtig. Durch die Entscheidung für verschiedene Anlageklassen und Sektoren kann das Risiko reduziert werden. So können Verluste in einem Bereich durch Gewinne in einem anderen ausgeglichen werden. Die Anlageklasse sollte zu den eigenen Zielen und dem Anlagehorizont passen.

Überlege Dir:

  • Wie viel Zeit möchte ich in meine Geldanlage investieren?
    • Mehr Zeit: z. B. Einzelaktien oder Zertifikate
    • Weniger Zeit: z. B. ETFs oder Fonds
  • Passt das Produkt zu meinem Ziel & Anlagehorizont?
  • Wie hoch sind die Kosten (diese mindern langfristig die Rendite)?

Oftmals macht auch eine Kombination Sinn. Du hast beispielsweise die Möglichkeit, regelmäßig einen festen Betrag über einen ETF-Sparplan anzulegen. Zusätzlich kannst Du einen Teil Deiner Ersparnisse in Aktien und / oder Anlageprodukten wie Zertifikaten anlegen. Mit einem vergleichsweise geringen Betrag kannst Du ggf. auch kurzfristigen Tradingideen nachgehen.

Schritt 4: Dranbleiben und Geduld haben

Ein wichtiger Erfolgsfaktor bei der Geldanlage heißt: Zeit. Märkte schwanken – das ist normal. Wer regelmäßig Geld anlegt, an seiner Strategie festhält und nicht in Panik verkauft, profitiert vom Zinseszinseffekt und langfristigen Wachstum. Dennoch sollte regelmäßig das Portfolio überprüft werden, um sicherzustellen, dass die Entscheidungen noch zu dem ursprünglichen Ziel passen und falls nötig, Anpassungen vorgenommen werden. Ebenfalls sollten die Risiken regelmäßig überprüft, neu bewertet und neu beurteilt werden.